Eindrucksbildung der Attraktivität nach Hassenzahl et al.

Marc Hassenzahl ist Professor für Ergonomie in Industriedesign an der Folkwang Universität Essen. Seine Forschungen beziehen sich hauptsächlich auf die Themengebiete Usability Engineering, attraktive interaktive Produkte, sowie neue Analyse- und Evaluationsmethoden.

Hassenzahl et al. entwickelten ein theoretisches Arbeitsmodell, welches einem zeigt, wie aus der empfundenen pragmatischen und hedonischen Qualität der individuelle Eindruck der Attraktivität und daraus die folgenden Konsequenzen in Bezug auf Emotionen und Verhalten entstehen.

Das Modell trennt vier wesentliche Aspekte:

  1. Durch den Gestalter intendierte Produktqualität
  2. Subjektive Qualitätswahrnehmung und -bewertung
  3. Voneinander unabhängige pragmatische und hedonische Qualität
  4. Verhaltens- und emotionale Konsequenzen
Subjektive Eindrucksbilung der Attraktivität nach Hassenzahl et al.

Subjektive Eindrucksbilung der Attraktivität nach Hassenzahl et al.

Die Studien von Hassenzahl et al. zeigten, dass hedonische und pragmatische Qualitäten konsistente und unabhängig voneinander wahrgenommene Qualitäten sind. Beide trugen gleichstark zum Attraktivitätsurteil bei. [vgl. AttrakDiff 2011] Ferner hat sich herausgestellt, dass fehlende hedonische Qualität durch gesteigerte ergonomische Qualität kompensiert werden kann. [vgl. Hassenzahl 2000, Seiten 201–208]